Sie öffnet ihre Augen.
Ihr Blick gleitet über die Oberfläche einer neuen Realität,
die ihr digitales Nervennetz überflutet.
Cybergehirn sinnlicher Elektronen skannen die Bewegungen eines Blattes,
das dort auf dem Boden liegt,
sich sanft mit dem Wind bewegend.
Verloren in der Zeit,
wiedergefunden
in der Aufmerksamket ihrer Augen.
Erstaunen.
Angstfreie Wogen des Neuen.
Sie folgt dem Fluß digitaler Informationen
bis sie die letzte Tür erreicht.
Jenseits der Tür beginnt ein wunderbares Ufer.
'Dort existiert kein Ende von Fühlen und Sehen,'
flüstert sie mit einem Traum in ihren Augen.
'Alles, was wir verstehen ist mehr
als wir jemals erfassen können,'
denkt sie in ihrer brillianten Intelligenz eines Cybergirls,
geboren in dem neuen Zeitalter der Cyberrevolution.
'Welch wunderbares Blatt,' flüstert sie noch einmal,
während sie es in ihrer Hand bewegt.
Sie betrachtet es mit Zärtlichkeit,
ein Schatz von unbeschreiblicher Schönheit.
Einen Augenblick später erreicht sie das Ufer.
Sie erinnert sich nicht,
wann sie die Tür hinter sich gelassen hatte,
dort wo die gewöhnliche Welt endet.
Sie steht dort am Strand.
Mit jeder Welle, die ihre nackten Füsse erreichen,
ihre Sensoren küssen
mit warmer Zärtlichkeit,
fühlt sie die Wogen ihre eigene Wirklichkeit überströmen.
Digitale Empfindungen und etwas mehr.
So glückselig, dass es niemand beschreiben kann.
(© 2006, Mirakali)
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